Auflassungsvormerkung

Zur sofortigen Absicherung der späteren lastenfreien Eigentums-Umschreibung auf den Käufer wird zu dessen Schutz eine Auflassungsvormerkung in das Grundbuch eingetragen. Hat der Verkäufer z. B. noch Schulden und ein Gläubiger lässt in das Grundbuch nach Beurkundung des Kaufvertrages eine Zwangssicherungshypothek eintragen, kann der Käufer unter Hinweis auf die Auflassungsvormerkung die Löschung dieser Last durchsetzen.

Der Verkäufer muss unbedingt darauf achten, dass eine Regelung für den Fall getroffen wird, dass der Käufer den Kaufpreis nicht bezahlt, weil  z. B. die  Finanzierung platzt oder er in Vermögensverfall gerät und dann,  was  in der Praxis häufig geschieht, bei der Löschung der Auflassungsvormerk nicht mitwirkt. Der Verkäufer muss dann die  Löschungsbewilligung einklagen und kann davon ausgehen, dass er auf Kosten zwischen 2.000,00 bis 4.000,00 Euro sitzen bleibt. Bis ein vollstreck­bares Urteil vorliegt, vergehen Monate. Solange die Löschung der Auflassungsvormerkung nicht gewährleistet ist, wird der Verkäufer keinen neuen Käufer finden. Zur Vermeidung dieser Nachteile muss ein Passus im Kaufvertrag aufgenommen werden, der auch ohne Mitwirkung des Käufers die Löschung der Auflassungsvormerkung ermöglicht.